Gesunde Nähe schaffen.
Jeden Tag.
Die Betriebskrankenkassen.
Unverzichtbar.
Unsere Betriebskrankenkassen kümmern sich dort um Gesundheit, wo Menschen leben und arbeiten: in Betrieben, in Regionen, in Familien, im Alltag.
Die Debatte über eine Reduzierung der Krankenkassen klingt nach Vereinfachung. Für Millionen Versicherte, Betriebe und Regionen könnte sie jedoch das Gegenteil bedeuten. Denn Gesundheit wird nicht besser, wenn sie zentraler, anonymer und weiter weg von den Menschen organisiert wird.
Betriebskrankenkassen stehen für Nähe, Wahlfreiheit, Wettbewerb und passgenaue Versorgung. Jeden Tag.
Eine einfache Forderung.
Ein hohes Risiko.
„Weniger Krankenkassen“ klingt nach weniger Bürokratie, geringeren Kosten, mehr Effizienz. Doch diese Rechnung geht nicht auf.
Die Arbeit der Krankenkassen verschwindet nicht, wenn man Kassen zusammenlegt. Rund 74 Millionen gesetzlich Versicherte brauchen weiterhin Beratung, Betreuung, Leistungsentscheidungen, Prävention, Versorgungsangebote und Unterstützung im Krankheitsfall. Viele dieser Aufgaben sind gesetzlich vorgeschrieben. Viele sind direkte Hilfe für Versicherte.
Weniger Kassen sparen nicht automatisch Geld. Weniger Kassen gefährden aber Nähe, Wahlfreiheit, Wettbewerb und Innovation.
Unsere Überzeugung:
Deutschland braucht keine verordneten Kassen-Fusionen.
Es ist die Nähe, die zählt.
Wer krank wird, der muss sich darauf verlassen können, dass er mehr ist als eine Nummer im System. Wer Fragen hat, der braucht jemanden, der ansprechbar ist.
Wer Unterstützung sucht, der braucht Menschen, die zuhören, einordnen und helfen.
Genau dafür stehen die Betriebskrankenkassen!
Sie sind nah an den Versicherten. Nah an den Betrieben. Nah an den Regionen. Nah an den Versorgungsnetzwerken vor Ort.
Diese Nähe ist kein romantisches Extra. Sie ist ein funktionaler Vorteil im Gesundheitssystem.
Gesunde Nähe heißt:
Nähe
zu den Versicherten
Betriebskrankenkassen beraten persönlich, helfen bei Fragen, begleiten im Krankheitsfall und geben Orientierung in einem komplexen Gesundheitssystem.
Nähe
zu den Betrieben
Betriebskrankenkassen unterstützen Prävention und Gesundheitsförderung dort, wo Menschen einen großen Teil ihres Lebens verbringen: am Arbeitsplatz.
Nähe
zur Region
Betriebskrankenkassen kennen lokale Versorgungsstrukturen, Netzwerke, Ärztinnen und Ärzte, Kliniken, Betriebe und die konkreten Herausforderungen vor Ort.
Nähe
zur Versorgung
Betriebskrankenkassen entwickeln passgenaue Angebote und Versorgungsmodelle, die Menschen konkret helfen — nicht abstrakt, sondern im Alltag.
Denn gute Versorgung entsteht nicht unbedingt in großen Strukturen.
Sie entsteht dort, wo Krankenkassen die Lebenswirklichkeit der Menschen kennen:
ihre Arbeit, ihre Familien, ihre Region, ihre gesundheitlichen Herausforderungen.
Gesund arbeiten
braucht Nähe.
Die Betriebskrankenkassen.
Unverzichtbar.
Wofür die Betriebskrankenkassen stehen
Die BKK'en sind eine deutsche Erfolgsgeschichte. Gewachsen aus Verantwortung.
Nah an den Menschen. Verwurzelt in Betrieben und Regionen.
Heute stehen sie für Werte, auf die ein modernes Gesundheitssystem nicht verzichten darf.
Wahlfreiheit
Menschen sind verschieden.
Ihre Lebenssituationen sind verschieden.
Ihre Erwartungen an eine Krankenkasse sind verschieden.
Deshalb brauchen Versicherte echte Auswahl.
Die eine Person sucht vor allem digitale Services. Die andere bevorzugt persönliche Beratung. Eine Familie braucht schnelle Unterstützung bei Kinderkrankengeld, Reha oder Pflegefragen. Beschäftigte brauchen Prävention, die zu ihrem Arbeitsalltag passt.
Wahlfreiheit heißt:
Versicherte können die Krankenkasse wählen, die zu ihnen passt.
Die Zahl der Krankenkassen politisch zu reduzieren, bedeutet: weniger Wettbewerb, weniger echte Auswahl.
Wettbewerb
Wettbewerb ist kein Selbstzweck.
Wettbewerb sorgt dafür, dass Krankenkassen immer besser werden müssen.
Sie müssen effizient arbeiten.
Sie müssen guten Service bieten.
Sie müssen innovative Angebote entwickeln.
Sie müssen sich an den Bedürfnissen der Versicherten orientieren.
Ohne Wettbewerb entsteht kein besseres System.
Es entsteht ein trägeres System.
Betriebskrankenkassen
zeigen seit vielen Jahren:
Auch kleinere und mittlere Kassen können effizient, innovativ und nah an den Menschen arbeiten.
Innovation
Neue und innovative Versorgungsideen entstehen eher nicht in großen Zentralen. Sie entstehen oft dort, wo Menschen nah an konkreten Problemen arbeiten.
Betriebskrankenkassen können “Versuchslabore” für bessere Versorgung sein: in Prävention, betrieblicher Gesundheitsförderung, regionalen Verträgen, Versorgungsprogrammen und persönlicher Betreuung.
Was im Kleinen funktioniert,
kann später im System wirken.
Weniger Vielfalt bedeuted
weniger Raum für Innovation.
Regionale Versorgung
Gesundheit ist nicht überall gleich organisiert. Städte, ländliche Regionen, Industriestandorte, Familienunternehmen, Pendlerregionen und strukturschwache Räume haben unterschiedliche Bedürfnisse.
Betriebskrankenkassen kennen diese Unterschiede.
Sie können Versorgung dort mitgestalten, wo sie gebraucht wird: in Betrieben, in Regionen, in Netzwerken mit Ärztinnen, Ärzten, Kliniken, Therapeutinnen, Therapeuten und anderen Leistungserbringern.
Regionale Nähe ist kein Luxus.
Sie ist ein Qualitätsmerkmal.
Wirtschaftskraft
Betriebskrankenkassen sind auch ein Faktor für Betriebe, Unternehmen und Standorte.
Sie unterstützen Unternehmen bei Prävention, Gesundheitsförderung und Mitarbeiterbindung. Sie helfen, Gesundheit dort zu stärken, wo Arbeit stattfindet. Und sie tragen dazu bei, Regionen für Beschäftigte und Arbeitgeber attraktiver zu machen.
Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten sind die Betriebskrankenkassen ein Standortvorteil.
Die Betriebskrankenkassen stärken das Zusammenspiel von Gesundheit und Arbeit in der Region. Ohne sie steht also viel auf dem Spiel.
Gesund wachsen
braucht Nähe.
Die Betriebskrankenkassen.
Unverzichtbar.
Weniger Kassen sind nicht die Lösung
Die politische Erzählung klingt einfach.
Zu viele Krankenkassen.
Zu viel Verwaltung.
Zu hohe Kosten.
Also: weniger Kassen.
Aber einfache Erzählungen sind nicht automatisch richtige Lösungen.
Tatsächlich sprechen die Fakten dagegen, dass politische, erzwungene Kassenfusionen die Probleme in der gesetzlichen Krankenversicherung lösen.
Weniger Kassen bedeuten nicht weniger Betreuungsaufwand.
Rund 74 Millionen Menschen bleiben gesetzlich versichert. Sie brauchen weiterhin Beratung, Betreuung, Leistungsentscheidungen und Unterstützung.
Eine Fusion ändert nicht die Zahl der Versicherten.
Sie ändert nicht die Zahl der Krankheitsfälle.
Sie ändert nicht die gesetzlichen Aufgaben.
Sie ändert nicht die Komplexität des Gesundheitswesens.
Die Arbeit bleibt.
Nur die Struktur wird größer.
Weniger Kassen bedeuten weniger Nähe.
Wenn regionale Strukturen verschwinden, verschwinden auch Ansprechpartner, gewachsene Netzwerke und passgenaue Lösungen.
Aus Vielfalt wird Einheitsangebot.
Aus Nähe wird Distanz.
Aus Wettbewerb wird Machtkonzentration.
Das kann für Versicherte spürbare Folgen haben: weniger Auswahl, weniger persönliche Betreuung, weniger regionale Angebote und weniger Innovation.
Weniger Kassen bedeuten nicht automatisch weniger Kosten.
Die Behauptung klingt plausibel: Große Organisationen müssten doch günstiger arbeiten als kleinere. Aber bei Krankenkassen ist das nicht so einfach.
Die Verwaltung der Versicherten ist keine industrielle Massenproduktion. Es geht nicht darum, dass ein Unternehmen nach einer Fusion nur noch ein Bauteil statt zwei Bauteile produzieren muss.
Krankenkassen erbringen individuelle Dienstleistungen. Jeder Versicherte hat andere Fragen, andere Beiträge, andere Leistungsansprüche, andere Lebenssituationen.
Diese Arbeit lässt sich nicht einfach „wegfusionieren“.
Zwangsfusionen lösen keine Probleme.
Sie schaffen neue.
Politisch verordnete Fusionen bedeuten:
komplexe Zusammenführung von Organisationen,
Migration von IT-Systemen,
Umbau von Prozessen,
Verlust gewachsener Strukturen,
Unsicherheit für Beschäftigte,
Reibungsverluste für Versicherte,
neue Bürokratie in größeren Einheiten.
Und am Ende bleibt die entscheidende Frage:
Wo ist der belegte Nutzen?
Solange es keinen belastbaren Beleg gibt, dass die Versorgung besser und die Kosten niedriger werden, sind Zwangsfusionen kein Reformprogramm.
Sie sind ein riskantes Experiment.
Was die Fakten zeigen
Fakt 01Verwaltungskosten sind nicht der Kostentreiber.
Die gesetzliche Krankenversicherung gibt den weit überwiegenden Teil ihrer Mittel für die Versorgung der Versicherten aus.
Verwaltungskosten sind nur ein kleiner Teil der Gesamtausgaben. Und auch diese Verwaltungskosten bestehen zu einem großen Teil aus Leistungen, die Versicherten unmittelbar zugutekommen: Beratung, Betreuung, Leistungsbearbeitung, Qualitätssicherung, Prävention, Mitgliederverwaltung und Unterstützung im Alltag.
Wer pauschal „Verwaltung“ sagt, meint oft Bürokratie.
In Wahrheit steckt dahinter sehr häufig Service.
2025 lagen die Verwaltungskosten der GKV bei rund 13 Milliarden Euro, die Gesamtausgaben bei 352 Milliarden Euro.
Fakt 02Rund 70 Prozent der Verwaltung sind Beratung und Betreuung.
Ein großer Teil der Verwaltungsausgaben ist direkte Arbeit für Versicherte.
Wenn Menschen Fragen zur Leistung haben.
Wenn sie Unterstützung bei Anträgen brauchen.
Wenn sie eine Entscheidung erklärt bekommen möchten.
Wenn sie Hilfe im Krankheitsfall brauchen.
Wenn Prävention organisiert wird.
Wenn Versorgung koordiniert wird.
Dann entsteht "Verwaltungsaufwand".
Aber dieser Aufwand ist nicht überflüssig. Er ist der Teil des Systems, der Menschen hilft, sich im Gesundheitswesen zurechtzufinden.
Hier pauschal zu kürzen, bedeutet am Ende weniger persönliche Unterstützung.
Rund 70 Prozent der Verwaltungsausgaben fließen direkt in Beratung und Betreuung der Versicherten.
Fakt 03Groß ist nicht automatisch günstiger.
Die Vorstellung, dass größere Krankenkassen automatisch effizienter arbeiten, ist nicht belegt.
Im Gegenteil: Große Organisationen können auch komplexer, träger und teurer werden. Größe kann Skalenvorteile bringen. Sie kann aber auch Skalennachteile erzeugen: mehr Abstimmung, mehr Hierarchie, mehr Bürokratie, mehr Distanz.
Bei Krankenkassen entscheidet nicht allein die Größe über Effizienz. Entscheidend sind schlanke Prozesse, gute Organisation, Kundennähe, digitale Abläufe und passende Strukturen.
Betriebskrankenkassen zeigen: Auch kleinere und mittlere Kassen können sehr effizient arbeiten.
Zum Beispiel liegen bei den BKK die durchschnittlichen Verwaltungskosten bei 155 Euro je Versicherten.
Entscheidend ist aber:
Zwischen Kassengröße und Verwaltungskosten lässt sich kein Kausalzusammenhang belegen.
Fakt 04Die Zahl der Kassen sinkt seit Jahrzehnten.
Deutschland hat bereits einen massiven Konzentrationsprozess erlebt.
Seit 1992 sind mehr als 1.100 Krankenkassen fusioniert oder vom Markt verschwunden. Nicht, weil der Staat es so wollte, sondern, weil der Markt entschieden hat.
Wenn die einfache Formel „weniger Kassen = niedrigere Kosten“ stimmen würde, müsste dieser Effekt längst sichtbar sein.
Ist er aber nicht.
Das zeigt: die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung entstehen nicht dadurch, dass es zu viele Krankenkassen gibt.
Sie entstehen an anderen Stellen: bei steigenden Leistungsausgaben, gesetzlich übertragenen Aufgaben, versicherungsfremden Leistungen und politischen Finanzierungs-entscheidungen.
Fakt 05Fusionen kosten zuerst Geld.
Fusionen sind keine einfache Verwaltungsmaßnahme. Sie bedeuten neue Systeme, neue Prozesse, neue Zuständigkeiten, neue Verträge, neue Kommunikationswege und oft jahrelange Umstellungen.
Das kostet Zeit.
Das kostet Geld.
Das kostet Aufmerksamkeit.
Und es bindet genau jene Kraft, die eigentlich für die Verbesserung der Versorgung gebraucht würde.
Deshalb gilt:Falsche Lösungen zerschlagen funktionierende Strukturen.
Um die Finanzierung zu sichern, muss weiter gedacht werden.
Gesund werden
braucht Nähe.
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Was Versicherte verlieren können
Ihre Krankenkasse ist mehr als eine Karte im Portemonnaie.
Sie ist Ansprechpartnerin, Lotsin und Unterstützerin.
Sie hilft bei Fragen zu Leistungen, Prävention, Krankheit, Familie, Pflege, Rehabilitation, Kinderkrankengeld, Bonusprogrammen, Versorgung und vielen anderen Themen.
Viele Versicherte haben ihre Krankenkasse bewusst gewählt. Weil sie zu ihnen passt. Weil sie gute Erfahrungen gemacht haben. Weil sie erreichbar ist. Weil sie in ihrer Lebenssituation hilft.
Politisch erzwungene Fusionen
gefährden genau diese Wahlfreiheit.
Weniger Auswahl heißt weniger passende Angebote.
Nicht jeder Mensch braucht dasselbe.
Nicht jede Region braucht dasselbe.
Nicht jeder Betrieb braucht dasselbe.
Darum ist Vielfalt im Gesundheitssystem wichtig.
Eine Kasse kann besonders stark in digitalem Service sein.
Eine andere in persönlicher Beratung.
Eine andere in regionalen Versorgungsmodellen.
Eine andere in Prävention für bestimmte Berufsgruppen oder Unternehmen.
Wenn die Zahl der Kassen stark reduziert wird, verschwinden auch unterschiedliche Profile.
Aus Wahlfreiheit wird Einheitsangebot.
Nähe ist besonders wichtig, wenn es schwierig wird.
Solange alles gut läuft, wirkt eine Krankenkasse oft unsichtbar.
Aber wenn Menschen krank werden, wenn Angehörige Pflege brauchen, wenn Anträge unklar sind, wenn eine Leistung abgelehnt wird, wenn Versorgung organisiert werden muss
— dann zählt, ob jemand erreichbar ist.
Dann zählt nicht Größe.
Dann zählt Nähe.
Deshalb sagen wir:
Versicherte brauchen keine größere Distanz.
Sie brauchen verlässliche Nähe.
Was Betriebe verlieren können
Betriebskrankenkassen gehören zur Gesundheitsinfrastruktur der Arbeitswelt.
Sie sind Partner für Prävention, Gesundheitsförderung und Beratung in den Betrieben und Unternehmen.
Sie kennen die Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten. Sie wissen, welche gesundheitlichen Belastungen in Branchen, Unternehmen und Regionen entstehen können. Und sie helfen dabei, Gesundheit nicht erst im Krankheitsfall zu denken, sondern vorher.
Das ist ein Vorteil für Beschäftigte.
Und es ist ein Vorteil für Betriebe.
Gesündere Mitarbeitende
Prävention wirkt am besten dort, wo Menschen tatsächlich erreicht werden. Der Arbeitsplatz ist dafür ein zentraler Ort.
Betriebskrankenkassen unterstützen Programme, Beratung und Maßnahmen,
die Gesundheit im Arbeitsalltag stärken können.
Stärkere Betriebe
Für Unternehmen sind Betriebskrankenkassen verlässliche Partner.
Sie helfen, Gesundheitsfragen systematisch anzugehen. Sie unterstützen bei Prävention, betrieblichen Gesundheitsangeboten und der Begleitung von Beschäftigten.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel
ist das ein echter Standortfaktor.
Attraktivere Regionen
Wenn Gesundheitskompetenz vor Ort bleibt, profitieren Regionen.
Betriebskrankenkassen sind Teil regionaler Netzwerke. Sie arbeiten mit Betrieben, Leistungserbringern und Versicherten zusammen.
Wer diese Strukturen zentralisiert, nimmt Regionen ein Stück Gesundheitsnähe.
Unser Punkt:
BKK’en sind nicht nur Teil der GKV.
Sie sind Teil eines funktionierenden Wirtschafts- und Gesundheits-standorts.
Gesund pflegen
braucht
Nähe
Die Betriebskrankenkassen.
Unverzichtbar.
Was wirklich helfen würde
Die GKV braucht Reformen.
Aber nicht jede Reform hilft.
Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell unter Druck. Das ist unbestritten. Aber die Zahl der Krankenkassen zum Hauptproblem zu erklären, lenkt von besseren Lösungen ab.
Politisch erzwungene Fusionen erzeugen Aufmerksamkeit.
Aber sie lösen nicht die strukturellen Finanzierungsprobleme.
Es gibt wirksamere und ehrlichere Wege, die GKV zu entlasten.
Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldbeziehende
fair und kostendeckend finanzieren
Die gesetzliche Krankenversicherung trägt Kosten für Bürgergeldbeziehende, die nicht vollständig durch den Bund ausgeglichen werden.
Wenn die Politik die GKV wirklich entlasten will, muss sie diese Finanzierung fair regeln.
Das würde unmittelbar helfen – ohne Wahlfreiheit, Wettbewerb und Nähe zu beschädigen.
Arzneimittel
steuerlich entlasten
In Deutschland werden verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Luxusgüter besteuert. Das macht sie zu einem großen Ausgabenblock. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel könnte die GKV deutlich entlasten.
Auch das wäre ein direkter Hebel – ohne funktionierende Kassenstrukturen zu zerstören.
Versicherungsfremde Leistungen verlässlich finanzieren
Wenn der Staat der GKV Aufgaben überträgt, die gesamtgesellschaftlich gewollt sind, muss er sie auch verlässlich und der Inflation entsprechend finanzieren.
Die Beitragszahlenden dürfen nicht dauerhaft politische Aufgaben mitfinanzieren, die eigentlich aus Steuermitteln getragen werden müssten.
Reform heißt nicht: Nähe abbauen.
Reform heißt: Probleme dort lösen, wo sie entstehen.
Die Zahl der Betriebskrankenkassen ist nicht das Finanzierungsproblem der GKV.
Die Nähe der BKK ist Teil der Lösung.
Gesund bleiben
braucht Nähe.
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FAQ
Brauchen wir wirklich so viele Krankenkassen?
Ja, wenn Versicherte echte Wahlfreiheit behalten sollen.
Unterschiedliche Krankenkassen bieten unterschiedliche Profile, Services, Schwerpunkte und Versorgungsansätze. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass Menschen die Kasse wählen können, die am besten zu ihnen passt.
Weniger Kassen bedeuten weniger Auswahl.
Sind viele Krankenkassen nicht automatisch teurer?
Nein.
Die Annahme, dass weniger und größere Kassen automatisch günstiger arbeiten, ist nicht belegt. Bei Krankenkassen geht es nicht um industrielle Massenproduktion, sondern um individuelle Dienstleistungen für Versicherte.
Größe kann auch neue Komplexität schaffen.
Sind Verwaltungskosten nicht ein großes Einsparpotenzial?
Nein.
Verwaltungskosten machen nur einen kleinen Teil der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Ein großer Teil davon fließt direkt in Beratung und Betreuung der Versicherten.
Wer Verwaltung pauschal kürzt, gefährdet Service und Qualität.
Würden Zwangsfusionen die Versorgung verbessern?
Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg.
Im Gegenteil: Politisch erzwungene Fusionen können Nähe, regionale Versorgung, Wahlfreiheit und Innovation schwächen.
Warum sind Betriebskrankenkassen besonders wichtig?
Weil sie Gesundheit dort stärken, wo Menschen leben und arbeiten.
Sie sind nah an Versicherten, Betrieben und Regionen. Sie unterstützen Prävention, persönliche Beratung, betriebliche Gesundheitsförderung und passgenaue Versorgung.
Was wäre eine bessere Reform?
Die GKV braucht eine faire und sachgerechte Finanzierung statt Politik fürs Schaufenster.
Dazu gehören unter anderem eine auskömmliche Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben, eine faire Lösung bei den Kosten für Bürgergeldbeziehende und Entlastungen bei Arzneimittelkosten. Und es braucht endlich strukturelle Reformen, damit nicht immer neue Löcher gestopft werden müssen.
Was sagen unabhängige Experten?
Die FinanzKommission Gesundheit des Bundestages hat jüngst 66 Maßnahmen vorgelegt. Eine Reduzierung der Anzahl der Krankenkassen gehört ausdrücklich nicht dazu. Stattdessen wird betont: „Die 20 größten Krankenkassen versichern aktuell bereits 84 Prozent aller GKV-Mitglieder.“ Und: „Empirisch zeigt sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Größe einer Krankenkasse und ihren Verwaltungsausgaben je Versicherten.“
Sind Fusionen also grundsätzlich schlecht?
Nein.
Seit 1992 sind mehr als 1.100 Krankenkassen fusioniert oder vom Markt verschwunden. Nicht aufgrund politischen Zwangs, sondern weil es der Markt so wollte. Das bedeutet: Wettbewerb funktioniert.
Am Markt setzt sich durch, was Versicherte brauchen. Was nicht funktioniert, sind politisch verordnete Zwangsfusionen.
Ist also alles gut so wie es ist?
Natürlich nicht.
Das Gesundheitssystem und auch die gesetzliche Krankenversicherung brauchen Veränderung. Aber diese Veränderungen müssen die Dinge nachweislich besser machen – für die Beitragszahlenden, also für die Versicherten und Arbeitgebenden.
Ansprechpartner:innen
-

Anne-Kathrin Klemm
VORSTÄNDIN
-

Stephanie Bosch
ABTEILUNGSLEITERIN POLITIK UND KOMMUNIKATION
-

Thorsten Greb
PRESSESPRECHER
Nähe ist kein Kostenfaktor.
Nähe ist ein Wert.
Betriebskrankenkassen stehen für ein Gesundheitssystem, das Menschen nicht nur verwaltet, sondern begleitet.
Für Versicherte.
Für Familien.
Für Betriebe.
Für Regionen.
Für ein solidarisches Gesundheitssystem mit Wahlfreiheit und Wettbewerb.
Politisch erzwungene Fusionen würden viel riskieren — ohne gesicherten Nutzen.